Bild: Schenken Bedeutet Wenn Man Etwas Hergibt Man Selbst Am Liebsten Behalten Würde - Weihnachten, Sprüche
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Schenken bedeutet, wenn man etwas hergibt, dass man selbst am liebsten behalten würde.

In der Hektik der Besorgungen und der Suche nach dem passenden Geschenk taucht manchmal ein Gedanke auf, der die wahre Natur des Schenkens auf den Kopf stellt: „Schenken bedeutet, wenn man etwas hergibt, dass man selbst am liebsten behalten würde.“ Dieser scheinbar paradoxe Satz eines unbekannten Verfassers ist mehr als eine romantische Vorstellung – er ist eine tiefgreifende psychologische und ethische Definition der selbstlosen Gabe. In diesem Artikel ergründen wir, warum diese Worte den Kern wahrhaft großzügigen Schenkens treffen und was sie über unsere Beziehungen verraten.

Das Paradoxon der wahren Gabe: Eine tiefe Deutung

Der Satz wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich. Warum sollte man etwas verschenken, das man behalten möchte? Genau in dieser Spannung liegt seine Wahrheit.

1. Die Qualität des Geschenks: Der persönliche Wert

Das Entscheidende ist nicht der materielle Preis, sondern der subjektive, emotionale Wert für den Schenkenden. Es geht um Dinge (oder Zeit, Aufmerksamkeit), die für einen selbst kostbar sind:
– Ein geliebtes Buch, das einen geprägt hat.
– Ein Zeitstück mit persönlicher Geschichte.
– Die eigene, knappe Zeit in einem stressigen Alltag.
– Ein persönliches Talent (etwas Selbstgemachtes), in das Herzblut geflossen ist.
Ein solches Geschenk ist „gediegen“ im Sinne Ringelnatz‘ – es ist mit einem Stück der eigenen Identität aufgeladen.

2. Die Geste der Überwindung: Der Akt des „Hergebens“

Das Schlüsselwort ist „hergibt“. Es impliziert einen kleinen, inneren Kampf, eine bewusste Entscheidung gegen den eigenen Besitztrieb. Es ist die Überwindung des „Ich will das für mich“. Dieser Akt der freiwilligen Entbehrung ist es, was das Schenken zur echten Gabe macht. Wenn es keine Überwindung kostet, ist es oft nur Bequemlichkeit oder Pflicht.

3. Die Motivation: Liebe statt Berechnung

Warum tut man das? Weil die Freude oder das Wohl des anderen größer wiegt als der eigene Wunsch zu behalten. Es ist der ultimative Beweis, dass die Beziehung mehr zählt als der Besitz. Man opfert ein persönliches „Gut“ für ein zwischenmenschliches „Besser“. Diese Motivation ist rein und frei von Kalkül – sie entspringt echter Zuneigung.

Die innere Zerrissenheit, die eine wahre Gabe ausmacht: Das, was man am liebsten behält, dem anderen zu geben.

Die psychologische und philosophische Tiefe

Dieser Spruch berührt mehrere fundamentale Konzepte:

  • Die Gabe im ethnologischen Sinne (Marcel Mauss): In vielen Kulturen schafft die Gabe, die den Geber etwas kostet, soziale Bindung und Verpflichtung. Sie ist kein reines Handelsgut.
  • Selbsttranszendenz: Die Fähigkeit, über die eigenen Bedürfnisse und Begierden hinauszuwachsen und für einen anderen zu handeln, ist ein Zeichen psychischer Reife.
  • Die Ökonomie der Aufmerksamkeit: In einer Welt voller Dinge ist die wertvollste Gabe oft nicht käuflich, sondern genau das, was für uns selbst unersetzlich scheint – unsere Zeit, unsere Erinnerungen, unsere innere Zustimmung.

Wie man nach dieser Maxime schenkt – praktische Ideen

  1. Schenke ein Stück deiner Geschichte: Überreiche ein Buch, das dich verändert hat, mit einer persönlichen Widmung auf der ersten Seite, die erklärt, warum es dir so viel bedeutet und warum du es gerade dieser Person anvertraust.
  2. Verschenke deine Zeit & Fähigkeiten: Erstelle einen selbstgemachten „Gutschein“ für etwas, das Mühe kostet: „10 Abende Babysitting“, „Ein Wochenende Hilfe beim Renovieren“, „Ich bringe dir mein Handwerk bei“. Deine Zeit ist das Kostbarste, was du „am liebsten behalten“ würdest.
  3. Teile eine kostbare Erinnerung: Haben dir deine Großeltern etwas vererbt, das du liebst? Vielleicht einen besonderen Teller oder ein Werkzeug? Wenn du es an dein Kind oder einen engen Freund weitergibst, mit der erklärenden Geschichte, ist das eine Gabe von unschätzbarem Wert.
  4. Überwinde deine Bequemlichkeit: Der beste Freund lebt weit weg und du hasst lange Zugfahrten? Ein überraschender Besuch ohne besonderen Anlass, nur um Zeit zu verbringen, ist eine Gabe, die Überwindung kostet und daher enorm wertvoll ist.

Für wen ist diese Wahrheit ein Kompass?

  • Fur alle, die das Gefühl haben, Geschenke seien nur noch leere Pflicht.
  • Fur Menschen, die eine besondere, tiefe Bindung würdigen möchten (Partnerschaft, tiefe Freundschaft, Eltern/Kind).
  • Fur diejenigen, die nach Sinn im Konsumkreislauf suchen.
  • Fur jeden, der verstehen möchte, warum ein selbstgebackener Kuchen oft mehr bedeutet als ein teures, unpersönliches Geschenk.

Häufige Fragen (FAQ)

Bedeutet das, ich sollte nur Dinge verschenken, die ich behalten will? Das klingt schmerzhaft.
Es geht nicht um Selbstkasteiung oder darum, sich alles Liebgewonnene zu entledigen. Es geht um die Haltung. Der kleine Schmerz oder das Zögern beim Loslassen ist das Zeichen dafür, dass das Geschenk einen echten Teil von dir berührt. Es muss nicht dein allergrößter Schatz sein, aber etwas, das dir nicht egal ist. Die Freude des Beschenkten wird dein „Bedauern“ überstrahlen – das ist das Versprechen dieses Satzes.

Was ist, wenn der andere den Wert nicht erkennt?
Das ist das Risiko der wahren Gabe. Wenn du etwas von persönlichem Wert verschenkst, musst du den Wert auch erklären (durch eine Karte, ein Gespräch). Wenn es dann nicht gewürdigt wird, sagt das etwas über die Beziehung oder die Empfangsbereitschaft des anderen. Eine wahre Gabe verlangt auch einen würdigen Empfänger.

Ist das nicht dasselbe wie in „Der kleine Prinz“ („Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“)?
Es ist ein verwandter Gedanke! Der kleine Prinz spricht von der Verantwortung, die durch Beziehung entsteht. Dieser Spruch beschreibt den Akt der Selbstüberwindung am Anfang dieser Verantwortung. Man vertraut dem anderen nicht nur etwas an, man vertraut ihm etwas an, das einem selbst lieb ist – eine noch intimere Handlung.

Fazit: Die Alchemie der wahren Gabe

„Schenken bedeutet, wenn man etwas hergibt, dass man selbst am liebsten behalten würde.“ ist eine Messlatte für die Aufrichtigkeit unserer Zuwendung. Es verwandelt das Schenken von einem Transfer in eine Transaktion der Herzen. Es lehrt uns, dass der größte Wert eines Geschenkes nicht auf seinem Preisschild, sondern im Widerstand liegt, den wir überwinden, um es loszulassen – und in der Liebe, die stärker ist als dieser Widerstand.

Prüfe deine nächste Gabe an diesem Satz. Kostet es dich etwas – nicht nur Geld, sondern ein Stück Bequemlichkeit, Zeit oder emotionalen Besitz? Wenn ja, dann schenkst du nicht nur einen Gegenstand. Dann schenkst du einen Beweis.

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