Hermann Hesse: „Wie eine Welle“ – Ein wunderschönes Gedicht über das flüchtige Leben
Manche Gedichte fühlen sich an wie ein leiser Atemzug. Hermann Hesses „Wie eine Welle“ gehört dazu. Es spricht von der Vergänglichkeit des Lebens – und gleichzeitig von seiner stillen Schönheit und Tiefe.
Ein Text, der sich wunderbar als nachdenkliche und tröstliche Grußbotschaft eignet.
Das Gedicht „Wie eine Welle“ von Hermann Hesse
Wie eine Welle, die vom Schaum gekränzt Aus blauer Flut sich voll Verlangen reckt Und müd und schön im großen Meer verglänzt – Wie eine Wolke, die im leisen Wind Hinsegelnd aller Pilger Sehnsucht weckt Und blaß und silbern in den Tag verrinnt – Und wie ein Lied am heißen Straßenrand Fremdtönig klingt mit wunderlichem Reim Und dir das Herz entführt weit über Land – So weht mein Leben flüchtig durch die Zeit, Ist bald vertönt und mündet doch geheim Ins Reich der Sehnsucht und der Ewigkeit.
Worum geht es in diesem Gedicht?
Hesse vergleicht das Leben mit einer Welle, einer Wolke und einem Lied. Alles ist flüchtig, kommt und geht – und doch mündet es am Ende in etwas Größeres: in Sehnsucht und Ewigkeit.
Das Gedicht nimmt dem Vergänglichen den Schrecken. Es zeigt, dass selbst das Kurze und Flüchtige schön sein und einen tiefen Sinn haben kann.
Wann passt dieses Gedicht besonders gut?
- Als nachdenkliche Grußbotschaft
- Zum Trösten bei Abschied oder Verlust
- Für Menschen, die über das Leben nachdenken
- Als stille Ermutigung, das Flüchtige wertzuschätzen
Ein Gedicht, das man gerne teilt, weil es das Herz berührt und gleichzeitig ein wenig Trost schenkt.