Herr Hoffmann war unterwegs zu einem wichtigen Termin. Zum ersten Mal benutzte er das Navigationsgerät, das ihm seine Tochter geschenkt hatte. „Einfach der Stimme folgen“, hatte sie gesagt.
Die Stimme klang freundlich und bestimmt. „In zweihundert Metern links abbiegen.“
Herr Hoffmann bog links ab. Die Straße wurde schmaler. Dann noch schmaler. Schließlich stand er vor einem Feldweg, der mitten in eine Wiese führte.

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„Sie haben Ihr Ziel erreicht“, sagte die Stimme zufrieden.
Herr Hoffmann starrte auf die Kühe, die ihn interessiert anblickten. „Das kann nicht sein“, murmelte er und tippte auf das Gerät. „Noch einmal berechnen.“
Die Stimme antwortete: „Route wird neu berechnet … Biegen Sie um und folgen Sie der Straße.“
Er fuhr zurück. Nach fünf Minuten sagte die Stimme wieder: „In zweihundert Metern links abbiegen.“
Es war dieselbe Abbiegung. Dieselbe Wiese. Dieselben Kühe.
Herr Hoffmann schaltete das Gerät aus, holte die alte Straßenkarte aus dem Handschuhfach und fand den Weg allein. Als er zwanzig Minuten zu spät zum Termin kam, entschuldigte er sich mit den Worten: „Mein GPS war der Meinung, ich hätte einen Termin mit Kühen.“
Der Gesprächspartner lachte. „Das passiert den Besten. Meins hat mich einmal in eine Einbahnstraße geschickt – rückwärts.“
Herr Hoffmann musste grinsen. Manchmal war der Umweg die bessere Geschichte.
Die kleine Moral
Technik ist praktisch – bis sie es nicht mehr ist. Und manchmal bringt einen der falsche Weg genau dorthin, wo man eine gute Geschichte und ein Lächeln mitnimmt.
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