Ein junger Hase wollte über einen großen Stein springen, der mitten auf seinem Weg lag. Er nahm Anlauf, sprang – und prallte ab. Der Stein rührte sich nicht.
„Zu hoch“, murmelte er und setzte sich hin. Eine alte Schildkröte kroch vorbei. „Was ist los?“
„Dieser Stein versperrt mir den Weg. Ich komme nicht drüber.“

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Mustermannshausen, das ist der Ort, an dem Gerüchte schneller sind als das Internet.

Ich vertraue dir nicht
Wenn Vertrauen zerbricht, bleibt oft die Angst, erneut verletzt zu werden.

Mütter
Manchmal reicht Liebe nicht, um eine Familie zu retten.
Die Schildkröte betrachtete den Stein. „Dann geh drum herum.“
Der Hase schüttelte den Kopf. „Nein. Ich will drüber. Das ist der gerade Weg.“
Er versuchte es wieder. Und wieder. Jedes Mal fiel er zurück. Am Abend war er erschöpft und der Stein immer noch da.
Am nächsten Morgen kam die Schildkröte zurück. Der Hase saß immer noch vor dem Stein. „Du bist immer noch hier?“
„Ich gebe nicht auf“, sagte der Hase stolz.
Die Schildkröte nickte langsam. „Ausdauer ist gut. Aber Ausdauer auf dem falschen Weg ist nur Hartnäckigkeit. Manchmal ist der längere Weg der, der dich wirklich weiterbringt.“
Der Hase sah den Stein lange an. Dann stand er auf, umrundete ihn und hoppelte weiter. Der Stein blieb, wo er war. Der Hase kam an.
Die Moral der Fabel
Ausdauer ist eine Tugend – solange sie in die richtige Richtung geht. Manchmal ist es klüger, einen Umweg zu nehmen, als immer wieder gegen denselben Stein zu springen. Nicht jeder Widerstand muss überwunden werden. Mancher darf auch einfach umgangen werden.
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