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Lustige Kurzgeschichten

Der Nachbar und die laute Waschmaschine – Eine lustige Kurzgeschichte

Illustration zum Thema: Nachbar Laute Waschmaschine Lustige Kurzgeschichte

Herr Krüger hatte einen neuen Nachbarn. Der Mann war freundlich, grüßte immer, und trotzdem störte etwas. Jeden Dienstag und Freitag gegen 22 Uhr hörte Herr Krüger ein lautes Dröhnen durch die Wand. Es klang, als würde jemand Steine in einer Trommel waschen.

Nach drei Wochen klopfte Herr Krüger an. Der Nachbar öffnete lächelnd.

„Entschuldigung“, sagte Herr Krüger höflich, „aber Ihre Waschmaschine ist ziemlich laut. Vor allem so spät.“

HERZENSKREIS

Ich vertraue dir nicht
Herzenskreis

Ich vertraue dir nicht

Franziska Franzi

Wenn Vertrauen zerbricht, bleibt oft die Angst, erneut verletzt zu werden.

Nicht deins? Vielleicht die nächste kleine Überraschung.

Der Nachbar sah ihn überrascht an. „Meine Waschmaschine? Die steht im Keller. Und die benutze ich nur samstags.“

Herr Krüger runzelte die Stirn. „Aber ich höre doch dieses Dröhnen. Jeden Dienstag und Freitag.“

Der Nachbar überlegte. Dann fing er an zu lachen. „Ach so! Das bin ich. Ich trainiere.“

„Trainieren?“

„Ja. Ich mache Jumping Jacks. Und danach Kniebeugen mit einem Rucksack voller Bücher. Der Boden ist etwas hohl, tut mir leid.“

Herr Krüger starrte ihn an. „Sie … springen. Um 22 Uhr.“

„Genau. Ist die einzige Zeit, in der ich Ruhe habe. Die Kinder schlafen schon, und meine Frau schaut Serie.“

Einen Moment lang sagte keiner etwas. Dann musste Herr Krüger trotz allem grinsen. „Könnten Sie vielleicht … leiser springen?“

Der Nachbar überlegte ernsthaft. „Ich kann versuchen, barfuß zu springen. Oder auf eine Matte.“

„Das wäre nett.“

Am nächsten Dienstag hörte Herr Krüger wieder etwas. Diesmal war es leiser – und dazwischen ein leises „Eins, zwei, drei …“. Er schüttelte den Kopf, legte sich hin und dachte: Besser so als eine Waschmaschine um Mitternacht.


Die kleine Moral

Manchmal ist das, was uns stört, gar nicht das, was wir denken. Und manchmal hilft ein kurzes Gespräch mehr als monatelanges Grübeln hinter der Wand.

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