Ich vertraue dir nicht - das Buch zum erlernen von Vertrauen

Ein Platz am Fenster – eine ber├╝hrende Geschichte | ­čĆÖ Sichtweisen | Leben

Banner f├╝r das Autorenprofil von Franziska Franzi auf Amazon. Hintergrund ist grau und dunkel gef├Ąrbt, in der Mitte ist das Pseudonym Foto und der Name Franziska Franzi
Der Platz am Fenster - Kurzgeschichte
Novellen - Kurzgeschichten - B├╝cher - Daniela Noitz

Zwei M├Ąnner, beide schwer krank, lagen in einem gemeinsamen Krankenzimmer.

Der eine durfte sich jeden Tag in seinem Bett eine Stunde lang aufsetzen, um die Fl├╝ssigkeit aus seiner Lunge zu entleeren. Sein Bett stand direkt am Fenster. Der andere Mann musste den ganzen Tag flach auf seinem R├╝cken liegen.

Die M├Ąnner plauderten Stunden lang, ohne Ende. Sie sprachen ├╝ber ihre Frauen, ihre Familien, ihre Berufe, was sie w├Ąhrend des Milit├Ąrdienstes gemacht hatten und wo sie in ihren Ferien waren.

Jeden Nachmittag, wenn der Mann in dem Bett beim Fenster sich aufsetzen durfte, verbrachte er seine Zeit indem er dem Zimmerkameraden alle Dinge beschrieb, die er au├čerhalb des Fensters sehen konnte.

Der Mann in dem anderen Bett begann geradezu, f├╝r diese Ein-Stunden-Intervalle zu leben, in denen seine Welt erweitert und belebt wurde durch Vorg├Ąnge und Farben der Welt da drau├čen!

Das Fenster ├╝berblickte einen Park mit einem reizvollen See. Enten und Schw├Ąne spielten auf dem Wasser und Kinder lie├čen ihre Modellbote segeln. Junge Verliebte spazierten Arm in Arm zwischen den Blumen aller Farben und eine tolle Silhouette der Stadt war in der Ferne zu sehen. Als der Mann am Fenster all diese Dinge in wunderbaren Einzelheiten schilderte, schloss der Mann auf der anderen Seite des Zimmers seine Augen und stellte sich das malerische Bild vor.

An einem warmen Nachmittag beschrieb der Mann am Fenster eine Parade einer Blaskapelle, die gerade vorbeimarschierte. Obwohl der andere Mann die Kapelle nicht h├Âren konnte, konnte er sie richtiggehend sehen ÔÇô mit seinem geistigen Auge, da der Mann am Fenster sie mit solch eindrucksvollen Worten beschrieb.

Tage und Wochen vergingen. Eines Morgens, als die Schwester gerade kam, um die beiden M├Ąnner zu waschen, fand sie den Mann am Fenster leblos vor ÔÇô er war friedlich im Schlaf gestorben. Sie war traurig und holte den Spitalsdiener, damit er den Toten wegbringen w├╝rde.

Sobald es passend erschien, fragte der andere Mann, ob er jetzt in das Bett am Fenster wechseln k├Ânnte. Die Schwester erlaubte das gerne und sobald er bequem zu liegen schien, lie├č sie ihn allein. Langsam und schmerzvoll st├╝tzte er sich m├╝hevoll auf seinen Ellbogen um einen ersten Blick auf die Welt da drau├čen zu werfen. Er strengte sich an und drehte sich zur Seite um aus dem Fenster neben dem Bett zu sehen.

Gegen├╝ber dem Fenster war eine Wand.

Der Mann rief die Schwester und fragte sie, was seinen Zimmerkameraden dazu bewegt haben k├Ânnte, so wunderbare Dinge au├čerhalb des Fensters zu beschreiben?

Die Schwester antwortete, dass der Mann blind war und nicht einmal die Wand gegenüber sehen konnte.  Sie sagte:

„Vielleicht wollte er sie aufmuntern.“

Verfasser unbekannt 

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Ich hasse Menschen Buch

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