Ich vertraue dir nicht - das Buch zum erlernen von Vertrauen

Die Geschichte vom Fischer und dem Dschinn: Ein arabisches MĂ€rchen voller Spannung und moralischer Lehre

Banner fĂŒr das Autorenprofil von Franziska Franzi auf Amazon. Hintergrund ist grau und dunkel gefĂ€rbt, in der Mitte ist das Pseudonym Foto und der Name Franziska Franzi
Der Fischer und der Dschinn - Kurzgeschichte
Novellen - Kurzgeschichten - BĂŒcher - Daniela Noitz

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Orients und erleben Sie die Geschichte vom Fischer und dem Dschinn. Lesen Sie, wie ein einfacher Fischer einen mĂ€chtigen DĂ€mon ĂŒberlistet und dabei zu Reichtum gelangt. Diese alte arabische Geschichte ist voller Spannung, Abenteuer und moralischer Lehren, die auch heute noch relevant sind.

Die Geschichte vom Fischer und dem Dschinn

Es gab einmal einen Fischer, der war schon alt und vom Leben mĂŒde. Er hatte eine Frau und drei Töchter, war arm und besaß nichts außer dem Glauben an Gott den Erhabenen und sein altes Fischernetz. Jeden Abend ging er bei Mondschein hinaus an das Ufer des Flusses, warf das Netz aus und wartete auf sein GlĂŒck. Doch er hatte keins.

Eines Tages dachte der Fischer: „Warum soll ich heute einen Fisch fangen, wenn ich nun schon seit Tagen keinen gefangen habe“, und wollte sein Netz einrollen. Dabei bemerkte er, dass das Netz durch irgendetwas zurĂŒckgehalten wurde. Er zog mit großer Kraft – ohne Erfolg. Da tauchte er ins Wasser und zog so das Netz an Land. Im Netz aber waren keine Fische, sondern ein toter Esel! Als der Fischer dies sah, war er sehr betrĂŒbt und sprach: „Es gibt nur Schutz und Kraft bei Gott dem Erhabenen.“ Er befreite den Esel, setzte sich auf die Erde und besserte das Netz wieder aus. Danach warf er es erneut ins Wasser und wartete.

Wieder zog er die Schnur langsam an sich, wieder war sie schwer und noch fester als beim ersten Mal. Freude erfĂŒllte das Herz des alten Fischers und er dachte, er habe wohl einen großen Fisch gefangen. Als er es aber an Land zog, fand er darin einen großen Topf voll mit Sand und Steinen. Er konnte die TrĂ€nen kaum zurĂŒckhalten. Doch der Gedanke an seine Frau und die Kinder machte ihm wieder Mut, er schleuderte den Topf weg, warf sein Netz zum dritten Mal aus und wartete. Diesmal dauerte es nicht lange bis es nach unten sank und hĂ€ngen blieb. „Gott hat meine Gebete erhört!“, dachte der Fischer. Der Fang schien groß zu sein und der Alte fing schon an, sich auszumalen, welche Freude er bald auf den Gesichtern seiner Lieben sehen wĂŒrde. Er vergaß den Hunger und die MĂŒdigkeit und gab sich viel MĂŒhe, das Netz vom Grund hoch zu ziehen. Wieder fand er etwas Schweres darin. Dieses Mal war es eine große, oben mit Blei verschlossene Messing-Flasche. Der Fischer freute sich und dachte: „Die verkaufe ich dem Kupferschmied, sie ist gewiss zwei Maß Weizen wert.“ Da bemerkte er, dass die Flasche nicht leer war. Neugierig öffnete er die Flasche und versuchte, sie auszuleeren, doch es kam nichts heraus. „MerkwĂŒrdig“ dachte der Fischer. Plötzlich stieg Rauch aus der Flasche empor. Der verbreitete sich so schnell wie dunkle Sandwolken in der WĂŒste ĂŒber die Erde. Der Rauch verdichtete sich und wurde zu einem Dschinn, einem DĂ€mon. Seine FĂŒĂŸe standen auf der Erde und sein Haupt ragte in den Himmel. Es war ein beĂ€ngstigender Anblick: denn er hatte einen Kopf wie ein Brunnenloch, VorderzĂ€hne wie eiserne Haken, einen Mund wie eine Höhle, Ohren wie Kampfschilde und Augen wie schwarze Laternen.

„Friede sei mit uns! Möge Gott mir beistehen!“, sagte der Fischer, der am ganzen Leibe zitterte. Der Dschinn sprach mit einer dunklen, donnernden Stimme: „Vernimm diese Nachricht – alter Mann!“

Da dachte der Fischer bei sich: „O Tag der GlĂŒckseligkeit, der Dschinn will mich bestimmt belohnen!“ Der aber fuhr fort: „Ich bringe dir die Nachricht, dass du sogleich getötet werden sollst. Wisse, du alter Mann, ich war Salomo, dem Propheten Gottes, ungehorsam. Der befahl mir, ich solle ihm gehorchen; aber ich weigerte mich, und da sperrte er mich in diese Flasche, verschloss sie mit Blei und befahl, mich wegzutragen und ins Wasser zu versenken.

Zweihundert Jahre blieb ich darin und beschloss, den reich zu machen, der mich befreien wĂŒrde. Aber niemand kam. Zweihundert weitere Jahre vergingen und dann noch einmal zweihundert Jahre. Da beschloss ich, dem, der mich befreien wĂŒrde, alle SchĂ€tze der Erde zu öffnen; doch auch dann befreite mich keiner. Ich beschloss, meinen Befreier zum Sultan zu machen, selbst sein Diener zu werden und ihm tĂ€glich drei WĂŒnsche zu gewĂ€hren. Aber auch das half nicht. Nun wurde ich böse und beschloss, den zu töten, der mich befreien wĂŒrde, ihn aber selbst wĂ€hlen zu lassen, wie er sterben wolle. Nun alter Mann, sage mir also, wie du sterben willst.“ Der Fischer sprach: „Willst du mich denn töten, weil ich dich aus der Flasche befreit habe, wie du sagst?“ Und als der Dschinn diese Frage bejahte, sprach der Fischer weiter: „Du lĂŒgst! Diese Flasche kann nicht einmal deine Hand fassen und wĂŒrde schon durch deine FĂŒĂŸe zersprengt werden. Wie soll sie dich ganz fassen können?“

Es blitzte und donnerte und der Dschinn wurde sehr böse. „Wie wagst du es, du unwĂŒrdiges Wesen, zu behaupten, ICH wĂŒrde lĂŒgen?! Ich werde es dir zeigen!“ Der Dschinn zog sich wieder zusammen und sank nach und nach in die Flasche, bis er ganz darin verschwunden war. Er schrie aus der Flasche heraus: „Siehst du nun? Bereite dich fĂŒr den Tod vor!“ Aber der Fischer nahm rasch das Blei und drĂŒckte es wieder auf den Flaschenhals.

„Oh Dschinn! WĂ€hle DU nun, wie du sterben willst!“. Als der DĂ€mon dies hörte merkte er wohl, dass der Fischer ihn ĂŒberlistet hatte, und er sprach zu ihm: „Guter Fischer, lass mich doch raus, ich habe nur meinen Scherz mit dir getrieben.“ „Ich will nichts Gutes von Dir, du armes Geschöpf Gottes“ antwortete der Fischer, „aber auch nichts Böses.“ Da leistete der Dschinn einen Eid und schwor beim Namen des Erhabenen, dass er dem alten Fischer kein Leid zufĂŒgen werde. Der Fischer öffnete die Flasche, wieder stieg Rauch in die Höhe, bis der Dschinn seine fĂŒrchterliche Gestalt annahm, die Flasche mit den FĂŒĂŸen zertrat und sie ins Wasser versank. Als der Fischer dies sah, schwante ihm nichts Gutes und er sah seinen Tod schon nahe. Doch fasste er Mut und sprach: „O Dschinn! Du hast einen Eid geschworen, darfst also nicht treulos gegen mich werden, sonst wird es Gott auch gegen dich sein.“

Der DĂ€mon lachte und sagte: „Guter Freund, entschuldige, wenn ich dich jetzt verlasse.“ Er flog in den weiten Himmel und seine Stimme wurde immer leiser: „Gott stehe dir bei, guter Fischer. Und vergiss nicht, deinen Fang mitzunehmen!“ Da blickte der Fischer erstaunt um sich und sah den toten Esel, der war lebendig geworden und wieherte vor sich hin. Und der Topf blinkte nun voller Gold und glitzernde Edelsteine.

Arabisches MĂ€rchen

Die wichtigsten moralischen Lehren des arabischen MĂ€rchens vom Fischer und dem Dschinn

Die Geschichte vom Fischer und dem Dschinn ist nicht nur eine fesselnde Geschichte voller Spannung und Abenteuer, sondern enthÀlt auch eine Vielzahl von moralischen Lehren, die auch heute noch relevant sind. In diesem Blogbeitrag werden wir uns mit den wichtigsten moralischen Lehren der Geschichte auseinandersetzen und zeigen, welche zeitlosen Weisheiten sie vermittelt.

1. Niemals aufgeben

Eine der wichtigsten moralischen Lehren der Geschichte ist, niemals aufzugeben, auch wenn das Leben hart und entbehrungsreich ist. Der Fischer in der Geschichte ist arm und hat wenig Aussicht auf ein besseres Leben. Trotzdem gibt er nicht auf und geht jeden Tag fischen, in der Hoffnung auf einen besseren Fang. Diese HartnĂ€ckigkeit zahlt sich am Ende aus, als er den Dschinn ĂŒberlistet und zu Reichtum gelangt.

2. Weisheit und Intelligenz sind wichtiger als körperliche StÀrke

Eine weitere wichtige moralische Lehre der Geschichte ist, dass Weisheit und Intelligenz oft mehr wert sind als körperliche StĂ€rke oder materielle ReichtĂŒmer. Der Fischer ist ein einfacher Mann, der keinen großen Reichtum besitzt. Doch er ist klug und schafft es, den mĂ€chtigen DĂ€mon zu ĂŒberlisten. Dies zeigt, dass Intelligenz und Weisheit oft der SchlĂŒssel zum Erfolg sind.

3. LĂŒgen haben kurze Beine

Die Geschichte vom Fischer und dem Dschinn zeigt auch, dass LĂŒgen langfristig nicht erfolgreich sind. Der Dschinn versucht, den Fischer zu tĂ€uschen, indem er sich als gutmĂŒtiger Geist ausgibt, der dem Fischer WĂŒnsche erfĂŒllen kann. Doch der Fischer erkennt den Betrug und ĂŒberlistet den Dschinn. Am Ende wird der Dschinn von seiner eigenen LĂŒge eingeholt und muss sich an den Eid halten, den er dem Fischer geschworen hat.

4. Ehrlichkeit und Treue werden belohnt

Eine weitere wichtige moralische Lehre der Geschichte ist, dass Ehrlichkeit und Treue belohnt werden. Der Fischer ist ein einfacher Mann, der keine großen WĂŒnsche hat. Doch als der Dschinn ihn bittet, ihn freizulassen, tut er dies, weil er dem Dschinn seinen Eid nicht brechen möchte. Diese Ehrlichkeit und Treue werden schließlich belohnt, als der Fischer zu Reichtum gelangt und der Esel und der Topf mit Gold und Edelsteinen lebendig werden.

Die Geschichte vom Fischer und dem Dschinn ist also nicht nur ein fesselndes Abenteuer, sondern enthÀlt auch eine Vielzahl von moralischen Lehren, die auch heute noch relevant sind. Sie lehrt uns, dass HartnÀckigkeit, Weisheit und Ehrlichkeit wichtige Tugenden sind, die uns auf unserem Lebensweg helfen können.

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