Ich vertraue dir nicht - das Buch zum erlernen von Vertrauen

­čŽî Rudolph, das Rentier mit der roten Nase | Weihnachtsgeschichte

Banner f├╝r das Autorenprofil von Franziska Franzi auf Amazon. Hintergrund ist grau und dunkel gef├Ąrbt, in der Mitte ist das Pseudonym Foto und der Name Franziska Franzi
Rudolf das Rentier - Weihnachtsgeschichte
Novellen - Kurzgeschichten - B├╝cher - Daniela Noitz

Hoch oben im Norden, wo die N├Ąchte dunkler und l├Ąnger und der Schnee viel wei├čer ist als in unseren Breitengraden, sind die Rentiere beheimatet. In jedem Jahr geht der Weihnachtsmann dort auf die Suche nach den st├Ąrksten und schnellsten Tieren, um seinen gewaltigen Schlitten durch die Luft zu bef├Ârdern. In dieser Gegend lebte eine Rentierfamilie mit ihren f├╝nf Kindern.. Das J├╝ngste h├Ârte auf den Namen Rudolph und war ein besonders lebhaftes und neugieriges Kind, das seine Nase in allerlei Dinge steckte. Tja, und diese Nase hatte es wirklich in sich. Immer, wenn das kleine Rentier-Herz vor Aufregung ein bisschen schneller klopfte, leuchtete sie so rot wie die gl├╝hende Sonne kurz vor dem Untergang.

Egal, ob er sich freute oder zornig war, Rudolphs Nase gl├╝hte in voller Pracht. Seine Eltern und Geschwister hatten ihren Spa├č an der roten Nase, aber schon im Rentierkindergarten wurde sie zum Gesp├Âtt der vierbeinigen Racker. „Das ist der Rudolph mit der roten Nase“, riefen sie und tanzten um ihn herum, w├Ąhrend sie mit ihren kleinen Hufen auf ihn zeigten. Und dann erst in der Rentierschule! Die Rentier-Kinder h├Ąnselten ihn wo sie nur konnten.

Mit allen Mitteln versuchte Rudolph seine Nase zu verbergen, indem er sie mit schwarzer Farbe ├╝bermalte. Spielte er mit den anderen verstecken, freute er sich, dass er diesmal nicht entdeckt worden war. Und im gleichen Moment begann seine Nase so zu gl├╝hen, dass die Farbe abbl├Ątterte.
Ein anderes Mal st├╝lpte er sich eine schwarze Gummikappe dar├╝ber. Nicht nur, dass er durch den Mund atmen musste. Als er auch noch zu sprechen begann, klang es als s├Ą├če eine W├Ąscheklammer auf seiner Nase. Seine Mitsch├╝ler hielten sich die Rentier-B├Ąuche vor Lachen, aber Rudolph lief nach Hause und weinte bitterlich. „Nie wieder werde ich mit diesen Bl├Âdhufen spielen“, rief er unter Tr├Ąnen, und die Worte seiner Eltern und Geschwister konnten ihn dabei nur wenig tr├Âsten.

Die Tage wurden k├╝rzer und wie in jedem Jahr k├╝ndigte sich der Besuch des Weihnachtsmannes an. In allen Rentier-Haushalten wurden die jungen und kr├Ąftigen Burschen herausgeputzt. Ihre Felle wurden so lange gestriegelt und geb├╝rstet bis sie kupfernfarben schimmerten, die Geweihe mit Schnee geputzt bis sie im fahlen Licht des nordischen Winters gl├Ąnzten. Und dann war es endlich soweit. Auf einem riesigen Platz standen Dutzende von Rentieren, die ungeduldig und nerv├Âs mit den Hufen scharrten und schaurig-sch├Âne Rufe ausstie├čen, um die Mitbewerber zu beeindrucken. Unter ihnen war auch Rudolph, an Gr├Â├če und Kraft den anderen Bewerbern zumeist deutlich ├╝berlegen. P├╝nktlich zur festgelegten Zeit landete der Weihnachtsmann aus dem nahegelegenen Weihnachtsdorf, seiner Heimat, mit seinem Schlitten, der diesmal nur von Donner, dem getreuen Leittier gezogen wurde. Leichter Schnee hatte eingesetzt und der wallende rote Mantel war mit wei├čen Tupfern ├╝bers├Ąt. Santa Claus machte sich sofort an die Arbeit, indem er jedes Tier in Augenschein nahm. Immer wieder brummelte er einige Worte in seinen langen wei├čen Bart.

Rudolph kam es wie eine Ewigkeit vor. Als die Reihe endlich bei ihm angelangt war, gl├╝hte seine Nase vor Aufregung fast so hell wie die Sonne. Santa Claus trat auf ihn zu, l├Ąchelte freundlich und – sch├╝ttelte den Kopf. „Du bist gro├č und kr├Ąftig. Und ein h├╝bscher Bursche dazu „, sprach er, „aber leider kann ich dich nicht gebrauchen. Die Kinder w├╝rden erschrecken, wenn sie dich s├Ąhen.“ Rudolphs Trauer kannte keine Grenzen. So schnell er konnte, lief er hinaus in den Wald und stampfte br├╝llend und weinend durch den tiefen Schnee.
Die Ger├Ąusche und das weithin sichtbare rote Licht lockten eine Elfe an. Vorsichtig n├Ąherte sie sich, legte ihre Hand auf seine Schulter und fragte : „Was ist mit dir?“
„Schau nur, wie meine Nase leuchtet. Keiner braucht ein Rentier mit einer roten Nase!“ antwortete Rudolph.

„Das kenne ich“, sprach die Elfe, „ich w├╝rde gerne im Weihnachtsdorf mit den anderen Elfen arbeiten. Aber immer, wenn ich aufgeregt bin, beginnen meine Ohren zu wackeln. Und wackelnde Ohren mag Santa Claus nicht.“

Rudolph blickte auf, wischte sich mit den Hufen die Tr├Ąnen aus den Augen und sah eine bildh├╝bsche Elfe, deren Ohren im Rhythmus eines Vogelschlags hin und her wackelten.
„Mein Name ist Herbie“, sagte sie sch├╝chtern. Und w├Ąhrend sie sich so in die Augen sahen, der eine mit einer leuchtend roten Nase, die andere mit rhythmisch wackelnden Ohren, prusteten sie urpl├Âtzlich los und lachten bis ihnen die B├Ąuche weh taten.
An diesem Tag schlossen sie Freundschaft schwatzten bis in die Nacht und kehrten erst am fr├╝hen Morgen heim.

Mit Riesenschritten ging die Zeit auf Weihnachten zu. Herbie und Rudolph trafen sich in dieser Zeit viele Male im Wald. Alle waren mit den Vorbereitungen f├╝r das Weihnachtsfest so besch├Ąftigt, dass sie nicht bemerkten, wie sich das Wetter von Tag zu Tag verschlechterte.
Am Vorabend des Weihnachtstages ├╝bergab die Wetterfee Santa Claus den Wetterbericht. Mit sorgenvoller Miene blickte er zum Himmel und seufzte resigniert : „Wenn ich morgen anspanne, kann ich vom Kutschbock aus noch nicht einmal die Rentiere sehen. Wie soll ich da den Weg zu den Kindern finden?“
In dieser Nacht fand Santa Claus keinen Schlaf. Immer wieder gr├╝belte er ├╝ber einen Ausweg nach. Schlie├člich zog er Mantel, Stiefel und M├╝tze an, spannte Donner vor seinen Schlitten und machte sich auf den Weg zur Erde. „Vielleicht finde ich dort eine L├Âsung“, dachte er. W├Ąhrend seines Fluges begann es in dichten Flocken zu schneien. So dicht, dass Santa Claus kaum etwas sehen konnte.
Lediglich ein rotes Licht unter ihm leuchtete so hell, dass ihm der Schnee wie eine riesige Menge Erdbeereis vorkam. Santa Claus liebte Erdbeereis. „Hallo“, rief er, „was hast du f├╝r eine h├╝bsche und wundervolle Nase! Du bist genau der, den ich brauche. Was h├Ąltst du davon, wenn du am Weihnachtstag vor meinem Schlitten herl├Ąufst und mir so den Weg zu den Kindern zeigst?“
Als Rudolph die Worte des Weihnachtsmannes h├Ârte, fiel ihm vor Schreck der Tannenbaum zu Boden und seine Nase gl├╝hte so heftig wie noch nie in seinem Leben. Vor lauter Freude fehlten ihm die Worte. Erst langsam fand er seine Fassung wieder.
„Nat├╝rlich furchtbar gerne. Ich freu‘ mich riesig.“
Doch pl├Âtzlich wurde er sehr traurig. „Aber wie finde ich den Weg zur├╝ck zum Weihnachtsdorf, wenn es so dicht schneit?“
Im gleichen Moment, in dem er die Worte aussprach, kam ihm eine Idee.
„Bin gleich wieder da“, rief er, w├Ąhrend er schon in schnellem Galopp auf dem Weg in den Wald war und einen verdutzten Santa Claus zur├╝cklie├č. Wenige Minuten sp├Ąter kehrten ein Rentier mit einer gl├╝henden Nase und eine Elfe mit wackelnden Ohren aus dem Wald zur├╝ck. „Sie wird uns f├╝hren, Santa Claus“, sagte Rudolph voller Stolz und zeigte auf Herbie. „Mit ihren Ohren h├Ąlt sie uns den Schnee vom Leibe. Und sie kennt den Weg.“
„Das ist eine prachtvolle Idee“, dr├Âhnte Santa Claus. „Aber jetzt muss ich zur├╝ck. Auf morgen dann.“
Und so geschah es, dass Santa Claus am Weihnachtstag von einem Rentier mit einer roten Nase und einer Elfe mit wackelnden Ohren begleitet wurde.
Rudolph wurde f├╝r seine treuen Dienste am n├Ąchsten Tag von allen Rentieren begeistert gefeiert. Den ganzen Tag tanzten sie auf dem gro├čen Marktplatz und sangen dazu : „Rudolph mit der roten Nase, du wirst in die Geschichte eingehen.“
Und es muss jemanden gegeben haben, der Santa Claus und seine beiden Helfer beobachtet hat. Sonst g├Ąbe es sie heute nicht, die Geschichte von Rudolph mit der roten Nase.Autor: unbekannt

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