Ich vertraue dir nicht - das Buch zum erlernen von Vertrauen

­čÄü Das sch├Ânste Geschenk | Adventgeschichte

Banner f├╝r das Autorenprofil von Franziska Franzi auf Amazon. Hintergrund ist grau und dunkel gef├Ąrbt, in der Mitte ist das Pseudonym Foto und der Name Franziska Franzi
Das sch├Ânste Geschenk - eine Adventgeschichte
Novellen - Kurzgeschichten - B├╝cher - Daniela Noitz

Nur noch zwei Tage. Heute mu├č Papa noch arbeiten, aber morgen am heiligen Abend wird er zu Hause sein. Und er hatte versprochen, dass sie alle zusammen rausgehen w├╝rden in den Wald. Sie wollten sich zusammen einen sch├Ânen Christbaum aussuchen, Papa, Mama, Tom und seine kleine Schwester Sarah.

Es sollte ein sch├Âner Baum sein: Gro├č, so dass er bis zur Decke der Stube reichte. Und breit, damit er mitten in der Stube stehen konnte. Man wollte sich fast wie drau├čen f├╝hlen, nur viel w├Ąrmer. Er musste nat├╝rlich auch viele starke Zweige haben, sonst konnte man ihn ja gar nicht richtig schm├╝cken.

Tom und Sarah waren heute schon einmal in den Wald gegangen – allerdings nicht weit, da hatten sie doch zuviel Angst. Sie wollten sehen, ob sie Papa morgen nicht ├╝berraschen k├Ânnten. Vielleicht finden sie ja schon den richtigen Baum. Und tats├Ąchlich, nur wenige Meter vom Waldrand entfernt stand eine sch├Âne gerade Tanne, wie man sie sich vorgestellt hatte.

Vorsichtig gingen die beiden Kinder zu dem Baum, begutachteten ihn von allen Seiten, r├╝ttelten ein bisschen an den Zweigen. Sie konnten nat├╝rlich nicht bis ganz oben sehen, daf├╝r waren sie zu klein, aber Tom meinte „Der ist richtig! Das wird unser Weihnachtsbaum!“ Und Sarah stimmte ihrem gro├čen Bruder zu. Schlie├člich wusste der immer, was richtig war. Na ja, manchmal machte er auch ziemlich Bl├Âdsinn, wie damals, als er das Bonbon-Glas vom Schrank geworfen hatte. Aber meistens hatte er recht, daf├╝r war er schlie├člich ihr gro├čer Bruder!

Pl├Âtzlich h├Ârten sie eine Stimme, sie schien leise zu rauschen, klang wie das Rascheln von Bl├Ąttern. „Danke,“ sagte die Stimme, „dass ich euch gefalle.“

„Was war das, Tom?“ „Ich wei├č nicht, vielleicht nur der Wind.“ Selbst Sarah merkte, dass es Tom nicht ganz geheuer war. Und dann kam wieder die Stimme, diesmal etwas kr├Ąftiger: „Ich bin es, die Tanne. Entschuldigt, falls ich euch Angst mache, das wollte ich nicht. Ich freue mich nur, dass ihr mich sch├Ân findet. Die meisten Menschen sehen mich hier n├Ąmlich gar nicht.“

Die Kinder waren erstaunt. Von einem Weihnachtsbaum, der reden kann, hatten sie noch nie geh├Ârt. Aber f├╝r Tom war das die Kr├Ânung: „Mensch, wir werden einen sprechenden Christbaum in der Stube haben. Wenn das nicht das Tollste ist.“ Sarah kam das schon etwas seltsam vor.

Und der Baum schien nicht so ganz einverstanden zu sein: „Entschuldigt mal, ihr wollt mich doch hoffentlich nicht abs├Ągen? Ich meine, ein Baum geh├Ârt doch nicht ins Haus. Ich bin doch auch noch gar nicht alt, erst 10 Jahre ÔÇŽ“ Sarah sagte zu Tom, „Du, ich glaube der Baum hat Angst.“ „Ach was, das ist doch nur ein Baum. Papa s├Ągt den ab und Mama schm├╝ckt ihn dann sch├Ân. Dann haben wir einen wundersch├Ânen Baum in der Stube.“

„Das ist aber nicht gut,“ rauschte die Tanne, „ich will doch noch ├Ąlter werden, genau wie ihr. Au├čerdem k├Ânnte ich sowieso nicht mehr sprechen, wenn ich nicht an meinen Wurzeln fest bin.“

Jetzt wollte Sarah doch schnell nach Hause, sie hatte Tr├Ąnen in den Augen. Nicht nur weil sie Angst hatte, sie weinte um den armen Baum, der gerade mal so alt wie Tom war. Und den wollte sie doch auch nicht verlieren. „Das tut mir leid, dass du jetzt weinst, Kleine. Ich wollte dich nicht traurig machen. Du kannst mich gerne immer wieder besuchen und mit mir reden. Aber in eurer Stube geht das nicht.“ „Und was ist mit unserem sch├Ân geschm├╝ckten Baum,“ rief Tom, „sollen wir uns vielleicht einen anderen holen?“ „Nein, nat├╝rlich nicht,“ antwortete die Tanne entsetzt, „aber ich habe da eine Idee. Wie w├Ąre es denn, wenn ihr mich hier drau├čen schm├╝ckt und dann mit mir hier Weihnachten feiert?“ Einen Moment dachte Tom nach, Sarah sah ihn flehentlich an, dann sagte er, „Das w├Ąre sch├Ân. Und wir k├Ânnen Papa ├╝berraschen.“

Gesagt, getan, Tom und Sarah liefen zur├╝ck zum Haus und besprachen alles mit Mama. Dann gingen sie alle, vollgepackt mit Christbaumkugeln, Lametta, kleinen Engeln und S├╝├čigkeiten zur Tanne und begannen sie zu schm├╝cken.

Am n├Ąchsten Tag hielten sie Papa im Haus fest, immer war noch etwas zu machen. Erst kurz vor dem Dunkelwerden verschwand Mama. Und dann nahm Papa seine gro├če, schwere Taschenlampe, „So, jetzt m├╝ssen wir uns aber beeilen, sonst finden wir keinen Baum mehr!“ Tom und Sarah blinzelten sich zu, hielten sich aber immer ganz dicht bei Papa, damit sie ja nicht bei einem falschen Baum blieben.

Pl├Âtzlich sahen sie ein paar Lichter vor sich, Papa war erstaunt, wollte sehen, was da los sei. Sie gingen jetzt genau auf ihren Baum zu – und der erstrahlte in pr├Ąchtigem Glanz, sch├Ân geschm├╝ckt mit vielen, vielen Kerzen. Und um den Baum verteilt lagen die Geschenke. Mama hatte alles sch├Ân vorbereitet, damit Papa wirklich ├╝berrascht war.

Sarah aber zwinkerte dem Baum zu und raunte „Das verraten wir aber keinem, dass du reden kannst. Und im n├Ąchsten Jahr feiern wir Weihnachten wieder mit dir!“ Der Baum raschelte leise zur├╝ck, W├Ârter konnte man nicht unterscheiden, aber Sarah wusste auch so, was er sagte.

Noch heute, Sarah ist inzwischen selber Mutter geworden und ihre Tochter hat auch schon wieder ein Kind, kommt sie jedes Jahr zu der Tanne, die wie durch ein Wunder immer noch an der gleichen Stelle steht. Dann erz├Ąhlen sie sich, was im vergangenen Jahr alles so passiert ist – und freuen sich auf noch viele gemeinsame Weihnachtsfeste.

Autor: unbekannt

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Ich hasse Menschen Buch

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