Ich vertraue dir nicht - das Buch zum erlernen von Vertrauen

Ilja Muromez | ein russisches M├Ąrchen

Banner f├╝r das Autorenprofil von Franziska Franzi auf Amazon. Hintergrund ist grau und dunkel gef├Ąrbt, in der Mitte ist das Pseudonym Foto und der Name Franziska Franzi
Ilja Muromez - M├Ąrchen aus Russland
Novellen - Kurzgeschichten - B├╝cher - Daniela Noitz

Nach einer alten Legende lebte einmal ein Sohn von Bauersleuten in einem kleinen Dorf, der schon seit seiner Geburt ein Kr├╝ppel war, nicht laufen konnte und Ilja Muromez hie├č. Seine Eltern lie├čen ihn immer auf dem gro├čen Ofen in der K├╝che liegen, wenn sie morgens das Haus f├╝r die Arbeit auf den Feldern verlie├čen.

Eines Tages, als Ilja wieder alleine zu Hause war, kamen einige M├Ąnner in altert├╝mlichen Kleidern herein und sprachen: ÔÇ×Sei gegr├╝├čt, Ilja Muromez, du tapferer Ritter. Du bis der Besch├╝tzer des Landes und der Sieger ├╝ber unsere Feinde.ÔÇť

Da antwortete Ilja schwerm├╝tig: ÔÇ×Warum nennt ihr mich Ritter? Mich, einen Kr├╝ppel ? Ich kann nicht einmal laufen und die Leute treiben ihren Spott mit mir.ÔÇť Die M├Ąnner aber redeten ihm zu, doch aufzustehen und sangen:

Ilja Muromez steh auf

Gib deinem tapferen Herzen Ruhm

Richte deine Schultern auf

Lass deine Beine nicht mehr ruh┬┤n.

Durch ihren Gesang befiel Ilja eine gro├če Fr├Âhlichkeit und wie durch ein Wunder stand er pl├Âtzlich auf ÔÇô er konnte laufen, rennen, h├╝pfen und tanzen und f├╝hlte eine gro├če und m├Ąchtige Kraft durch seinen K├Ârper flie├čen. Er war geheilt.

Inzwischen versuchten seine Eltern drau├čen Baumwurzeln und ÔÇô st├╝mpfe f├╝r einen neues Feld aus dem Boden zu ziehen. Sie arbeiteten hart, waren aber doch nicht in der Lage, die St├╝mpfe und Wurzeln aus der Erde zu bekommen, so fest steckten sie darin. Als sie schon ganz ersch├Âpft waren und sich auf einem der St├╝mpfe ausruhten, h├Ârten sie ein lautes Ger├Ąusch wie von zersplitterndem Holz. Es war Ilja, der gekommen war, um ihnen zu helfen und die St├╝mpfe und Wurzeln in einer Schnelligkeit aus der Erde riss, dass es eine Freude war. Die Eltern trauten ihren Augen kaum. ÔÇ×Bist du es, lieber Sohn ? Wer gab dir diese Kraft, wer heilte dich von deiner Lahmheit?ÔÇť Er antwortete: ÔÇ×Seid gegr├╝├čt, meine lieben Eltern. Ich hatte heute Besuch von einer Reihe von G├Ąsten und sie schenkten mir eine unglaubliche Kraft.ÔÇť

Kurz darauf kaufte Iwan ein Fohlen namens Karuschka und sprach zu ihm: ÔÇ×Du wirst das Pferd eines m├Ąchtigen Ritters sein und deine Arbeit hart.ÔÇť Er sorgte gut f├╝r das kleine Pferdchen, zog es gro├č und so wurde es ein pr├Ąchtiges Ross. In der Schmiede w├Ąhrenddessen h├Ąmmerten gro├če Meister der Schmiedekunst in seinem Auftrag ein Kettenhemd, ein st├Ąhlernes Schwert, eine gro├če Lanze und einen purpurnen Schild f├╝r den m├Ąchtigen Ritter Ilja. Danach fragten sie Ilja, wohin er denn nun ziehen wolle. ÔÇ×Zur Stadt des K├ÂnigsÔÇť sprach er und mit seiner neuen Ausr├╝stung ritt er sogleich los.

Auf dem Weg kam er an einer anderen Stadt vorbei, die gerade von b├Âsen Feinden belagert wurde. Ganz alleine griff Ilja sie an und war mit seiner glitzernden R├╝stung und gro├čen Kraft ein so furchterregender Anblick, dass die Feinde davon liefen und er sie dadurch ganz alleine besiegte. Da ├Âffneten die Bewohner der Stadt ihre Tore und begr├╝├čten Ilja freudig mit Brot und Salz. Danach fragten sie ihn sogleich, ob er nicht der Anf├╝hrer der Krieger der Stadt werden m├Âchte. Er aber lehnte ab, dankte ihnen und meinte, er m├╝sse weiter zur Stadt des K├Ânigs.

Iljas Weg f├╝hrte ihn weiter durch einen dunklen, sumpfigen Wald. Dort gab es weder V├Âgel noch andere Tiere. Im Wald jedoch lebte der b├Âse R├Ąuber Solowej, der dort auf einem Baum wartete und Reisende mit einem schrecklich lauten Pfeifen t├Âtete, um sie danach auszurauben. Als Solowej das Hufgetrappel von Ilja h├Ârte, wurde er zornig. Er lie├č seinen t├Âdlichen Pfiff erschallen, Furcht einfl├Â├čender als das Heulen jedes Wolfes, das Br├╝llen jedes B├Ąren und jeder Laut, den irgend ein anderes Tier von sich geben wollte. Von diesem furchtbaren Ger├Ąusch verdorrten selbst auf den B├Ąumen rings herum die Bl├Ątter in nur einem einzigen Augenblick. Doch Ilja Muromez zeigte keine Regung, holte seinen schweren Bogen vom R├╝cken und schoss einen Pfeil direkt in Solowejs Stirn, so dass dieser vom Baum direkt vor Iljas F├╝├če fiel. Ilja legte ihn auf sein Pferd und ritt direkt in die Stadt des K├Ânigs.

Als es gerade Mittagszeit war, erreichte Ilja des K├Ânigs Stadt, stieg von seinem Pferd und ging in des K├Ânigs Schloss, wo dieser und seine Ritter ihr Mittagsmahl verzehrten. Der K├Ânig fragte Ilja, woher er sei und dieser antwortete: ÔÇ×Ich bin Ilja, Sohn von Bauersleuten aus einem kleinen Dorf. In der letzten Stadt war ich am Morgen und h├Ârte danach das Pfeifen vom R├Ąuber Solowej.ÔÇť

Da lachten alle anderen Ritter und der K├Ânig sagte: ÔÇ×Wor├╝ber sprichst du, junger Ritter? Die letzte Stadt in der Richtung, aus der du gekommen bist, wird vom Feind belagert und der Wald dort ist ein furchtbarer Ort. Sogar W├Âlfe und B├Ąren meiden ihn wegen des b├Âsen R├Ąubers Solowej. Wer immer sein Pfeifen h├Ârt, muss sofort sterben.ÔÇť

Ilja nahm sie mit in den Hof zu seinem Pferd, wo Solowej auf Iljas Pferd gebunden war. Der K├Ânig sah den R├Ąuber und beschloss zu pr├╝fen, ob es sich wirklich um den furchtbaren Solowej handelte. Er sprach: ÔÇ×Pfeife, bei├č┬┤ wie ein Tier und zische wie eine Schlange.ÔÇť Er reichte Solowej einen Weinschlauch und dieser trank ihn komplett leer. Dann lie├č er einen Pfiff h├Âren, der die Bl├Ątter von den B├Ąumen riss und einen gro├čen Sandsturm ausl├Âste. Nur Ilja konnte ihn erneut stoppen. Der K├Ânig war so beeindruckt, dass er Ilja zu einem seiner Ritter machte. Und so wurde Ilja der gr├Â├čte Verteidiger des ganzen K├Ânigreichs gegen alle Feinde der Zukunft.

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Ich hasse Menschen Buch

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